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gemeindliche Entwicklung

"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“ (Perikles)

 

Ein zentrales Thema der Kommunalpolitik wird in den nächsten Jahren die gemeindliche Entwicklung sein. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, unsere Gemeinde für die Herausforderungen der Zukunft gut vorzubereiten.

 

Das bedeutet, wir müssen so weit wie möglich Voraussetzungen dafür schaffen, dass uns Unvorhersehbares nicht vollkommen außer Plan bringt.

 

Deshalb kann ich Ihnen schon jetzt versichern, dass mit mir als Bürgermeister Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ein neues Gesicht bekommen werden. Sicherlich wird diese Offenheit im Umgang viele Mitmenschen überraschen, aber ich werde proaktiv auf die Steffenberger zu gehen. Ich möchte SIE kennenlernen und dafür wird ein Bürgermeister auch bezahlt, dass er seine Gemeinde kennt. Gemeindepolitik geht uns alle an und sie lebt vom mit machen und auch dafür möchte ich SIE begeistern.
 

 

Bei all unseren gegenwärtigen Vorhaben und der derzeitigen angespannten Haushaltslage ist ein Wirtschaften und Finanzieren mit Augenmaß zwingend notwendig, um auch für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet zu sein. Große Sprünge werden wir uns nicht leisten können.

 

Wirtschaftliche Entwicklung

 

Ein Hauptaspekt unserer Weiterentwicklung als Gemeinde ist die kommunale Unterstützung unserer Handwerker und Gewerbetreibender. Sie stellen wichtige Arbeitsplätze vor Ort zur Verfügung und bieten lokale Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten. Es muss uns in der kommenden Legislaturperiode gelingen neue Gewerbetreibende oder Industrielle für Steffenberg zu begeistern und hier bei uns an zu siedeln.

 

Ein Unternehmer ist heute nicht nur, gestatten Sie mir dieses Bild, eine Kuh die man melkt (Gewerbesteuerhebesatz 400%), nein, man muss als Kommune auch für ein gedeihliches Miteinander sorgen in dem man Wiese und ausreichend Futter (benötigte Infrastruktur) bereitstellt. Um im Bild zu bleiben, die Herde sollte wachsen, so dass die vorhandenen Kühe nicht noch mehr von ihrer guten Milch geben müssen.

 

Es versteht sich hierbei von selbst, dass der Unternehmer alle zur betrieblichen Unternehmung erforderlichen und notwendigen Auflagen des Umwelt-, Wasser- und Naturschutzes, etc.  betreffend einhält.

 

Selbstverständlich ist auch eine enge und gute Zusammenarbeit mit unseren Land- und Forstwirten, Jagdpächtern, Wald- und Grundstücksbesitzern ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die gemeindliche Entwicklung. Alle tragen dazu bei unsere schönen heimischen Auen, Wiesen, Wälder und Felder zu bewirtschaften. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber immer ein verantwortungsvoller, sorgsamer und nachhaltiger Umgang mit den vorhandenen Flächen und Ressourcen.

 

Stagnation bedeutet Rückschritt.

Wir in Steffenberg müssen mit der Zeit gehen, sonst gehen wir mit der Zeit.

 

Es gilt künftig falsche Entscheidungen der Vergangenheit, durch welche Zwänge auch immer bedingt, abzustellen und zu korrigieren. Andere Gemeinden wie beispielsweise Dautphetal oder Bad Endbach setzen schon seit einigen Jahren auf Sonnen- oder Windenergie, auch zur Unterhaltung der eigenen Liegenschaften.

Wir haben es bis heute nicht geschafft nur ein öffentliches Gebäude in unserer Gemeinde mit einer Photovoltaikanlage auszustatten. Hätte man bereits vor 10 Jahren damit begonnen wären auf Grund der damaligen Einspeisevergütungen die Anlagen heute je nach Abschreibungsdauer nahezu amortisiert und die Vergütungen würden zu einem ausgeglichenen Haushalt beitragen.

Bei dieser Art von Projekten müssen wir, wie bei der Windenergieanlage Mattenberg natürlich unsere Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. Transparenz statt Konfrontation scheint mir hier das Gebot der Stunde zu sein. Es ist nie zu spät aus Fehlern zu lernen, aber zweimal sollte man den gleichen Fehler nicht machen. 

 

Politische Entwicklung

 

Die politische Gemeinde mit seinen Entscheidungsgremien Gemeindevorstand, Gemeindevertretung und seinen Ausschüssen sind die obersten Organe der Kommune, deren Beschlüsse maßgebend sind. Die kleinsten Zellen der Kommune jedoch sind die Ortsbeiräte. Sie sind es in der Regel, die die Beschwerden und Bedürfnisse der Mitbürgerinnen und Mitbürger als erstes zu Gehör bekommen.

Ich werde sofern ich als ihr Bürgermeister gewählt werde, stets für die Belange aller gewählten Mandatsträger, unabhängig davon wie die Mehrheitsverhältnisse sein werden, eine offene Tür haben und versuchen konstruktiv an einem sachlichen Gesprächsausgang zu arbeiten, wie auch immer zuvor die Problemstellung lautete.

 

Diese Aussage gilt selbstverständlich für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung gleichermaßen, wie alle Mitbürgerinnen und Mitbürger.

 

Interkommunale Zusammenarbeit – Fusionsgedanken

 

Das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Niedereisenhausen und Gönnern ist zurückblickend weit hinter den Erwartungen der beiden Gemeinden Steffenberg und Angelburg zurück geblieben. Noch immer ist hier für die Ideen heimischer Unternehmer reichlich Platz. In unseren Bemühungen Investoren zu finden, sollten wir nicht nachlassen, denn jeder Investor, was er auch tut, bringt uns weiter.

 

Mit dem gescheiterten Bürgerentscheid zur Fusion von Angelburg und Steffenberg am 11.10.2015 ist unsere finanzielle Lage nicht besser geworden. Auch wenn in den Gemeindevertretungen alle Mandatsträger einstimmig für den Bürgerentscheid votierten, so waren doch einige Mandatsträger durch aus mit dem Votum des Bürgerentscheids zufrieden.

Die Gründe für das abgegebene Votum der Bürger, auf die ich nicht näher eingehen will, sind vielfältig.  Nur eines ist klar, wir müssen es erneut versuchen und es dem Bürger besser in den Bürgerversammlungen vermitteln, auch wenn die Entscheider vielleicht beim nächsten Mal woanders sitzen. Die Voraussetzungen zu fusionieren, müssten allerdings mit dem Land Hessen neu verhandelt werden.

Die versprochene Übernahme eines Teils unserer Schulden sollte aus dem Hessischen Fonds der unter den Schutzschirm gegangenen Städte und Gemeinden kommen. Wenn dem Land Hessen, laut Herrn Schelzke, vom hessischen Städte- und Gemeindebund so viel daran gelegen war, das die Fusion glückt, so hätte man neben der Übernahme der Angelburger Bürgschaften für Assmanns Mühle noch einen besonderen Fusionsbonus gewähren oder aushandeln müssen.

Ob die Gemeinde Steffenberg mittelfristig in der Lage ist, dauerhaft ausgeglichene Haushalte vorzulegen hängt massgeblich von der künftigen Entwicklung der Konjunktur ab. Weitere Anhebungen von Steuern, Gebühren und Hebesätzen werden jedoch zwangsläufig die Folge des Bürgerentscheides vom 11.10.2015 sein.   

 

Vereine, Jugend, Senioren und Ehrenamt

 

Unsere Vielfalt an Vereinen ist das Rückgrat unserer dörflichen Gesellschaft. Auch wenn es Nachwuchsprobleme bei dem Einen oder Anderen Verein gibt, so müssen die Verantwortlichen überlegen ihr Angebot den potentiellen jüngeren Mitgliedern anzupassen. Veränderung braucht Mut, Mutlosigkeit jedoch führt zwangsläufig zum Scheitern.

 

Der Jugend gehört die Zukunft und hier müssen wir wieder ansetzen. Wir müssen den Jugendlichen etwas zutrauen, nur so lernen sie Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Erst dann entsteht beiderseitiges Vertrauen. Beispielhaft für mich der „Tag der Regionen“ am 04.10.2015. Die Niederhörler Dorfjugend hat mit derartigem Engagement Ihren Stand mit Wurstbraterei betrieben, dass man hätte glauben können, da waren lauter „alte Hasen“ am Werk. Überhaupt sind die Steffenberger Vereine an diesem Tag alle über sich hinaus gewachsen und haben zum Gelingen und einem positiven Image der Gemeinde Steffenberg maßgeblich beigetragen. Gemeinsam können Jung und Alt auch künftig viel erreichen.

 

Ohne Menschen mit Ehrenamt würde unsere Gesellschaft zum Erliegen kommen. Immer öfter wird das Ehrenamt in gewissen Bereichen unterschätzt. Natürlich übt man das Ehrenamt in unseren Sport- und Gesangvereinen, in der Politik, etc., aus, aber in der Alzheimer Gruppe, in der Flüchtlingshilfe, in der Altenhilfe oder in der Feuerwehr hat das Ganze noch einmal einen besonderen Stellenwert - durch den Dienst an unserem Nächsten, der zwingend unsere Hilfe benötigt . Ich bin froh, dass es all diese Menschen gibt, denn ohne sie geht es nicht.

Das Schlimmste ist für mich die Gleichgültigkeit der Menschen, die sich nirgendwo beteiligen, die aber vielleicht auch einmal die ehrenamtliche Hilfe anderer benötigen. Darüber sollten sie nachdenken, hier möchte ich das Bewusstsein unserer Mitmenschen schärfen und das Ehrenamt fördern.  

 

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir alle gemeinsam unsere Gemeinde zu unser aller Wohl weiterentwickeln werden.

 

 

 

Wege für Steffenberg. Neue Wege gehen. Gemeinsam.